| in der Presse |
PK, 23. Juli 1997
Bürgernetz Pfaffenhofen im Aufschwung:
Über 250 Mitglieder am "Draht der Welt"
Am Sonntag, 27. Juli, "Tag der offenen Tür" in der Realschule Pfaffenhofen
Pfaffenhofen. Dieser Tage hat das Bürgernetz Pfaffenhofen die Zahl
von 250 Mitgliedern überschritten. Binnen von nur drei Monaten nach der offiziellen
Eröffnung des Zugangs zum Internet hat der Verein damit eine rasante Entwicklung
genommen. Die Staatsregierung fördert im Rahmen des Projektes "Bayern Online"
örtliche Initiativen, die den Bürgern das neue elektronische Medium näherbringen
sollen. Wer Lust hat, kann sich beim Tag der offenen Tür des Bürgernetzvereins am
Sonntag, 27. Juli, ab 10 Uhr in der Realschule Pfaffenhofen näher informieren.
Nach langwierigen Verhandlungen und einer einjährigen Vorbereitungszeit wurde durch die
Kooperation von Bürgernetzverein, VHS und Pfaffenhofener Kurier/Donau Kurier für
Pfaffenhofen der kostengünstige Internetzugang für die Bürger realisiert. "Damit
steht allen Pfaffenhofenern nunmehr der Internetzugang zum Telefon-Ortstarif zur
Verfügung", so Uwe Urra, der Vorsitzende des Fördervereins.
In vielen freiwilligen Arbeitsstunden haben Mitglieder der Arbeitsgruppe Bürgernetz die
notwendigen Geräte eingerichtet und angeschlossen. Dabei wurde großer Wert darauf
gelegt, daß der Landkreis die Gemeindeverwaltungen, Vereine und Institutionen eingebunden
werden und künftig ihre Angebote im Internet präsentieren können. So ist inzwischen z.
B. die Gemeinde Ilmmünster mit ihrer "Homepage" genauso im Internet vertreten
wie das Rote Kreuz oder Amnesty International. Dabei unterstützt der Bürgernetzverein
Interessierte durch Schulungen, denn auch der Zugang zum Internet hat (wie jede Technik)
doch die eine oder andere Tücke.
Damit besteht nicht nur die Möglichkeit, sich zum Ortstarif Infos aus aller Welt an den
heimischen (Computer)Bildschirm zu holen; auch örtliche Informationen sind verfügbar. So
hat der Bürgernetzverein bereits ein Suchprogramm eingerichtet, mit dem jedermann über
das Internet bei der Kreisbücherei "im Regal nachschauen" kann, ob die
Bücherei sein Lieblingsbuch hat.
Auch wenn man anderswo schon weiter ist (in Amerika ist es üblich, daß man seine Bücher
elektronisch reservieren und bestellen kann), so ist Uwe Urra zuversichtlich, daß die
schon vorhandenen Angebote kontinuierlich gepflegt und ausgebaut werden: "Es wird
sicher noch eine ganze Weile dauern, bis diese Technik so selbstverständlich wie die
Tageszeitung sein wird. Angesichts unserer Mitgliederentwicklung und der durchweg
positiven Resonanz ist es nicht unrealistisch, daß wir unsere Mitgliederzahl in diesem
Jahr nochmals verdoppeln werden. Damit wird unsere Arbeit auf eine noch breitere Basis
gestellt."
Interessenten sind beim Vereinstreffen jeden Montag ab 19.30 Uhr im Restaurant "II
Fabro") willkommen. Informationen vorab entweder beim Bürgervereins-Vorsitzenden Uwe
Urra (Tel./Fax 08441/803607), per e-mail (info@pfaffenhofen.de)
oder im World Wide Web unter http://www.paf.baynet.de.
Programm beim "Tag der offenen Tür"
Pfaffenhofen. Zum Tag der offenen Tür lädt der Bürgernetzverein Pfaffenhofen am Sonntag, 27. Juli, die Bevölkerung in die Aula der Realschule ein. Um 10 Uhr ist Eröffnung durch Landrat Rudi Engelhard, um 10.30 Uhr schließt sich eine Demonstration für Bürgermeister, Kreis- und Gemeinderäte an. Ein Vortrag mit dem Thema "Das Bürgernetz und der Nutzen für die lokalen Vereine" um 11 Uhr auf dem Programm. Ebenfalls um 11 Uhr gibt es die erste von insgesamt vier Demonstrationen für Mitglieder über Neuerungen im Bürgernetz (weitere Zeiten um 14, 15 und 16 Uhr). "Vereine surfen" heißt es um 11.30 Uhr. Um 14 Uhr geht es weiter mit einer Demonstration für Lehrer (mit Möglichkeiten der Förderung). Verschlüsselung und Datenschutz im Internet sind die Themen um 15 Uhr. Um 18 Uhr endet der Tag der offenen Tür. Weitere Aktivitäten während den Öffnungszeiten sind: Rechnerausstellung, Kontaktaufnahme mit Sponsoren, sofortige Freischaltung des Bürgernetzzugangs, Homepage-Erstellung durch Besucher, Vorführungen und vieles mehr.
PAF Journal, Juli 1997
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| Der Bürgernetzverein hat in der Kreisbücherei einen
"Publikums-Computer" eingerichtet, mit dem man "Online" im weltweiten Internet surfen kann. Zu den ersten Testern zählten (v. l. n. r.:) Landrat Rudi Engelhard, Uwe Urra, Martin Niemer, Manuel Huber (alle Bürgernetzverein) und Büchereileiter Hans Peter Schratt. |
Bereits seit Anfang Mai gibt es auch im Landkreis Pfaffenhofen einen Zugang zum
weltweiten Internet. Aufgrund einer Vereinbarung zwischen dem regionalen Online-Dienst
Clix und dem Arbeitskreis Bürgernetz der Volkshochschule Landkreis Pfaffenhofen können
dessen Mitglieder bis Ende März 1998 das Internet zum Telefon-Ortstarif nutzen. Landrat
Rudi Engelhard nahm jetzt mit Mitgliedern des Bürgernetzvereins Pfaffenhofen ein weiteres
"Sprungbrett" in das weltweite Computernetz in der Kreisbücherei in Betrieb.
Interessenten können Auskünfte über alle in der Kreisbibliothek vorhandenen Bücher
einsehen und diese kann die Kreisbücherei sofort bestellen. Ferner steht der PC auch zum
"Online-Surfen" zur Verfügung. Landrat Rudi Engelhard dankte den Idealisten vom
Bürgernetzverein, die mit einem Arbeitsaufwand von vielen Stunden den Bürgernetzserver
eingerichtet und betreuen. Der Landrat bezeichnete es als "optimal", daß sich
der Arbeitsraum des Bürgernetzvereins jetzt in der Realschule Pfaffenhofen befindet. So
könnten sowohl die Realschule als auch das Gymnasium und die Kreisbücherei auf kurzen
Wegen angeschlossen werden. "Die neuen Kommunikationstechniken sind für die Schulen
sehr wichtig", sagte der Landrat. Wie der Bürgernetzverein weiter mitteilte, ist die
Gerhardinger Grundschule Pfaffenhofen schon"am Netz", die Realschule und das
Gymnasium werden in Kürze folgen. Weitere Kontakte und Projekte gibt es in den
Sommerferien, so z. B. in Zusammenarbeit mit der Hauptschule Reichertshausen und der
Berufsschule und der Hauptschule Pfaffenhofen. Der Internet-Zugang der Bücherei erfolgt
direkt per Standleitung zum Bürgernetzrechner. Wie der zweite Vorsitzende des
Bürgeretzvereins, Martin Niemer mitteilte, handelt es sich bei der Verbindung um eine
"Eigenentwicklung" der Bürgernetzmitarbeiter. Die findigen
"Netz-Freaks" sparten dadurch Kosten in Höhe von 10 000,- DM im Vergleich zu
vorhandenen marktüblichen Lösungen. Bei größerem Bedarf sei auch eine Erweiterung
möglich, hier sucht der Bürgernetzverein noch Sponsoren für die Computer. "Der
Publikums-Computer wird sehr stark in Anspruch genommen," sagte Büchereileiter Hans
Peter Schratt, der die Benutzung regelt. Für die weitere Zukunft hat sich der
Bürgernetzverein vorgenommen, auch einen sogenannten "Kommunikations-Surfer"
für den Anschluß von ganzen "Subnetzen" ans Bürgernetz (z. B. Schulen,
Behörden usw.) zu entwickeln und zur Verfügung zu stellen. Das Online-Angebot soll
erweitert werden. Die Volkshochschule wird nach Mitteilung von VHS-Leiter Karl Huber in
Zukunft weiterhin Internetkurse und -workshops in Zusammenarbeit mit dem Bürgeretzverein
anbieten. "Die Nachfrage ist derzeit riesig", berichtete Vorsitzender Uwe Urra.
Der Bürgernetzverein habe mittlerweile über 200 Mitglieder und täglich werden es mehr.
Jedes Mitglied kann für einen Jahresbeitrag von 50,- DM den Internetzugang nutzen und
bekommt zusätzlich eine eigene email-Adresse (elektronisches Postfach), mit der man
weltweit "papierlos" Post austauschen kann. Ferner unterstützen die Fachleute
des Bürgemetzvereins die Mitglieder bei der Einrichtung des Zugangs und bei technischen
Problemen.
Für weitere Informationen gibt es jetzt die Telefonnummer (0 18 03) 23 47 12.
Fragen kann man auch per email an info@pfaffenhofen.de an die Mitarbeiter des
Bürgernetzvereins richten. Aufnahmeanträge liegen u. a. in der VHS-Geschäftsstelle in
Pfaffenhofen, lngolstädter Straße 3 auf oder können dort telefonisch unter der
Rufnummer (0 84 41) 490 480 angefordert werden. PC-Besitzer mit Modem können sich den
Aufnahmeantrag auch auf den heimischen Computer laden.
PK, 16. Mai 1997
Pfaffenhofen. Jetzt ist auch der Landkreis Pfaffenhofen im weltweiten Computernetz "Internet" vertreten. Mit einem symbolischen Tastendruck nahmen Landrat Rudi Engelhard, Georg Schäff vom DONAU KURIER, Ingolstadt, Michael Ludwig vom Pfaffenhofener Kurier sowie der Vorsitzende des Bürgernetzvereins im Landkreis, Uwe Urra, den neuen Einwählknoten in Betrieb. "Gerade heute, wo Kommunikation und Datentransfer immer wichtiger werden, ist es unerläßlich, Innovationen zu nutzen, wie sie das Internet bietet", erklärte der Landrat in der Redaktion des Pfaffenhofener Kuriers, in dessen Gebäude der Einwählknoten untergebracht ist. Diese technische Anlage sieht von außen relativ unspektakulär aus - ein etwa 1,50 m hoher grauer Kasten, in dem eine Reihe kleinerer Geräte installiert sind, deren gelbe und rote Lämpchen in schöner Regelmäßigkeit aufblitzen. Doch dahinter verbirgt sich eine anspruchsvolle Software, die die Computerzuschaltungen koordiniert und weiterleitet, bis sie sich schließlich im Internet weltweit verzweigen. Sie gewährleistet, daß Landkreisbewohner die globalen Kommunikationsnetze des world wide web (www) zum Telefon-Ortstarif benutzen können.
Das Internet werde die Arbeitswelt und damit die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren erheblich verändern, sagte der Landrat. Ein Teil der Beschäftigung könne aus den Ballungszentren herausverlagert werden, was positive Auswirkungen auf die Umwelt haben werde. Engelhard: "Die neuen Kommunikationstechniken eröffnen große Möglichkeiten. Viele Bürger sollten diese Entwicklung aktiv mitgestalten." Dies sei auch die Aufgabe der Bürgernetzvereine.
Der Vorsitzende des Pfaffenhofener Bürgernetzvereins, Uwe Urra, berichtete von "vielen tausend Stunden, die die Idealisten seit Gründung des Vereins im Januar 1996 bereits geleistet haben, um den Bürgernetzcomputer mit möglichst vielen interessanten Informationen zu füttern"; insbesondere der Arbeitskreis Bürgernetz der VHS. Er dankte Rudi Engelhard für die finanzielle Unterstützung in Höhe von 20 000 DM, mit der ein Teil der technischen Ausstattung zur Anbindung an den Einwählknoten finanziert wird. Nicht nur für Privatpersonen, Schüler und Studenten sei das neue Medium von Vorteil, sondern auch Klein- und mittelständische Betriebe, Vereine, Verbände und nicht zuletzt die Kommunen und Behörden könnten damit noch leistungsfähiger werden und effektiver arbeiten, betonte Urra.
Der Einwählknoten wird von dem lokalen Online-Dienst Clix Pfaffenhofen betrieben, der wiederum vom DONAU KURIER Ingolstadt und vom Pfaffenhofener Kurier ins Leben gerufen wurde. Clix und die Volkshochschule des Landkreises Pfaffenhofen haben vertraglich eine enge Zusammenarbeit vereinbart. Mit eingebunden in diese Kooperation ist auch der Bürgernetzverein, der mit Hilfe von Clix seinen Mitgliedern ein sehr günstiges Angebot unterbreitet: Um möglichst vielen Landkreisbewohnern das neue Medium schmackhaft zu machen, können Privatpersonen bereits für einen Jahresbetrag von 50 DM ohne zeitliche Begrenzung im Internet "surfen"; Unternehmen und Vereine zahlen dafür einen jährlichen Förderbetrag von 150 DM. Allerdings: dieses Schnupperangebot ist auf ein Jahr begrenzt. Jedes Mitglied bekommt zusätzlich eine eigene e-mail-Adresse, mit der man weltweit elektronische Post austauschen kann. Ferner unterstützen die Fachleute des Bürgernetzvereins die Mitglieder bei der Einrichtung des Zugangs und bei technischen Problemen.
Für weitere Informationen steht der Vereinsvorsitzende Uwe Urra zur Verfügung (Tel. und Fax 08441/803607, e-mail info@paf.baynet.de). Aufnahmeanträge für den Bürgernetzverein liegen auch in der VHS-Geschäftsstelle in Pfaffenhofen, Ingolstädter Straße 3 auf oder können dort telefonisch unter der Rufnummer 08441/490480 angefordert werden. PC-Besitzer mit Modem können sich den Aufnahmeantrag auch auf den heimischen Computer laden. Unter der Internetadresse http://www.paf.baynet.de findet man im Verzeichnis Vereine/Bürgernetz/Antrag das entsprechende Formular. Potentielle Internet-Interessenten, die nicht Mitglied im Bürgernetzverein sind, können sich m Online-Dienst (Tel. 08441/8690) direkt in Verbindung setzen. Sie erhalten dort die entsprechende Auskunft.
[Bild]
Landrat Rudi Engelhard nahm mit einem "Mausklick" am Computer in der PK-Redaktion den Pfaffenhofener Einwählknoten für das Internet in Betrieb. Aufmerksame Beobachter waren (v.l.n.r.) Peter Sauer (Volkshochschule), vhs-Leiter Huber, Bürgernetzvereins-Mitglied Michael Ludwig, Georg Schäff und Uwe Urra.
PK, 16. Oktober 1996
Pfaffenhofen. Die Zeiten, in denen die heimische Pinnwand mit kleinen
Zetteln für Termine wie der nächsten Sondermüllaktion oder Öffnungszeiten von
Behörden, Schwimmbad oder Bücherei übersät waren, sind für Computerfreunde im
Landkreis längst vorbei. Mit einem Mausklick lassen sich mittlerweile alle Termine bequem
von zu Hause aus am Computer abrufen man braucht dazu lediglich ein Modem, mit dem man den
Rechner, den der Förderverein "Bürgernetz" im Landratsamt eingerichtet hat,
anwählt, sowie eine Kommunikationssoftware.
Keinen Zugang zu den Info-Seiten des Bürgernetzes gibt es allerdings bisher über das
"Internet". Dieser Weg soll über das neue Datenhochgeschwindigkeitsnetz
"Bayern Online" geebnet werden, in das sich dann jeder Nutzer zum Ortstarif
einklinken könnte. Was den Pfaffenhofenern dazu noch fehlt, ist ein regionaler
"Einwählknoten". "Der kürzeste Weg wäre für uns über Freising oder
aber Ingolstadt", erläuterte Landrat Rudi Engelhard bei der letzten
Bürgermeisterdienstbesprechung. Da die Medienbetriebsgesellschaft Ingolstadt momentan
kaum Interesse zeige, die Pfaffenhofener bei der Finanzierung des Einwählknotens zu
unterstützen, gelte es zu überlegen, den kürzeren Weg nach Freising zu überbrücken.
Die Kosten würden monatlich bei etwa 1500 Mark liegen. Sie mußten von Bürgernetzverein,
Landkreis und Gemeinden getragen werden. "Wenn wir noch Sponsoren fanden, konnten wir
die Kosten sogar noch weiter drücken", so Uwe Urra, 1. Vorsitzender des
Bürgernetzvereins.
Bisher haben überhaupt erst zwei Gemeinden eine Leitung zum Landratsamt aufgebaut:
Schweitenkirchen und Hohenwart. "Um den Service für die Bürger im Landkreis weiter
zu verbessern, versuchen wir derzeit weitere Gemeinden für eine Teilnahme am Bürgernetz
zu gewinnen", berichtete Urra.
"Wenn sich alle einklinken, können die Bürgermeister in Zukunft auch untereinander
blitzschnell und kostengünstig per e-Mail kommunizieren."
Wie das aussehen könnte, demonstrierte Jörg Bucher, Leiter der Ausbildung des
Bürgernetzvereins: er bat den Landrat Exemplarisch per e-mail zur nächsten
Dienstbesprechung einzuladen. Und Albert Vogler, Bürgermeister in Schweitenkirchen, sagte
ihm per Mausklick zu - inklusive eines Ergänzungsvorschlags für die Tagesordnung, über
den er mit einem zweiten Mausklick auch alle seine Kollegen informierte.
PK
Pfaffenhofen. Im Landkreis Pfaffenhofen gibt es jetzt einen
"Bürgernetzverein", der es sich zur Aufgabe gesetzt hat, das Elektronische
"bayerische Bürgernetz" populär zu machen, und die Bevölkerung an die neuen
Techniken heranzuführen. Der Verein wurde bei einer Veranstaltung, zu der MdL Rudi
Engelhard ins Pfaffenhofener Haus der Begegnung eingeladen hatte, gegründet. Bereits bei
der ersten Versammlung schrieben sich von 40 erschienenen Interessierten 28 als Mitglieder
ein.
Zu Beginn erläuterte Engelhard seine Gründe, warum er die Chancen aus dem "Bayern
Online-Konzept" der Bayerischen Staatsregierung auch zügig für den Landkreis
Pfaffenhofen nutzen möchte. Auf Initiative von Ministerpräsident Stoiber seien 100 Mio.
Mark bereitgestellt worden, um das im April dieses Jahres in Betrieb gehende
"Bayern-Netz" einzufahren. Hierbei wurden zunächst die Hochschulstandorte
vernetzt, anschließend auch Behörden und andere Einrichtungen. "Wir wollen aber
auch, daß unsere Bürgerinnen und Bürger diese neuen Kommunikationstechniken nutzen
können", so Engelhard.
Die Technik werde in den nächsten Jahren eine "explosionsartige Verbreitung"
finden. In Amerika würden bereits 15 Prozent der Haushalte die elektronische
Datenfernübertragung nutzen, in der Bundesrepublik seien es derzeit nur knapp 1,5
Prozent. Öffentliche Stellen müßten für die "neue technische Revolution"
Anstoß und Starthilfen geben. Engelhard: "Ich kann mir durchaus vorstellen, daß
künftig auch das Landratsamt eingebunden sein wird." Die neue Technik habe
schließlich auch eine arbeitsmarktpolitische Komponente, weil man mit der
Datenfernübertragung die Möglichkeit habe, "Arbeitsstätten aus der Großstadt
auszulagern und wohnortnahe Satellitenbüros einzurichten".
Auch der stellvertretende Vorsitzende des Dachverbands der Bürgernetze in Bayern, Bertram
Gebauer aus München, legte den Veranstaltungsbesuchern eine Vereinsgründung nahe, um die
strukturellen Voraussetzungen für ein oder zwei kostengünstige Einwählknoten in das
bayerische Bürgernetz (und das Internet) zu schaffen. Der nach der Vereinsgründung von
der Mitgliederversammlung gewählte 1. Vorsitzende, Uwe Urra aus Pfaffenhofen, erläuterte
kurz die Ziele, die der "Bürgernetzverein Landkreis Pfaffenhofen" verfolge.
Wichtig sei es zunächst, ein Konzept zu erarbeiten, um eine möglichst kostengünstige
und effektive Möglichkeit zur Installation der Landkreis-Einwählknoten zu bekommen. Dazu
müsse man an Sponsor-Gelder (z. B. von der öffentlichen Hand) von Banken und
Wirtschaftsbetrieben herankommen. Außerdem strebe er mit den benachbarten
Bürgernetzvereinen und Initiativen eine sinnvolle Kooperation an, um Überschneidungen zu
vermeiden. Schließlich sei es auch wichtig, Informations- und Fortbildungsveranstaltungen
für interessierte Kreise aus der Bevölkerung zu organisieren, um sowohl den Verein als
auch "die neuen Techniken als solche" auf eine möglichst breite Grundlage zu
stellen.
Zu weiteren Vorstandsmitgliedern wählte die Mitgliederversammlung Friedl Hanausek (2.
Vorsitzende), VHS-Geschäftsführer Karl Huber (Schriftführer) und Thomas Gasteiger
(Kassier). Bei lediglich einer Enthaltung beschlossen die Mitglieder, dem Dachverband der
bayerischen Bürgernetzvereine beizutreten. Alle Interessierten können sich als nächsten
Veranstaltungstermin den 7. Februar vormerken, an dem der 1. Vorsitzende der bayerischen
Bürgernetzvereine, Ministerialrat Häussler aus der Staatskanzlei, im Gasthof
Müllerbräu über die neuesten Entwicklungen sprechen wird. Für diesen Termin ist auch
an die Vorführung praktischer Beispiele gedacht. Insbesondere Vertreter von Behörden,
Verbänden und Vereinen aus dem Landkreis Pfaffenhofen werden dazu eingeladen.
PK, 5. Januar 1996
Pfaffenhofen. Der Landkreis Pfaffenhofen möchte baldmöglichst einen
kostengünstigen Anschluß an das neue Datenhochgeschwindigkeitsnetz "Bayern
Online" und die neuen Kommunikationstechnologien erreichen. Der Pfaffenhofener
Rechtsdirektor Herbert Lorenz hat anläßlich der Eröffnung der Datenautobahn
München-Nürnberg in der vergangenen Woche bei der Bürgermeisterdienstbesprechung dafür
plädiert, "für den Landkreis Pfaffenhofen schnellstens einen regionalen
Einwählknoten zum Ortstarif zu schaffen". Die Anregung fiel bei Landrat Dr. Scherg,
der derzeit turnusgemäß Verwaltungsratsvorsitzender der Medienbetriebsgesellschaft
Kabelgesellschaft Ingolstadt ist (Radio IN,/ INTV), auf fruchtbaren Boden.
Wie der Landkreischef berichtete, habe es bei der letzten Verwaltungsratssitzung der
Medienbetriebsgesellschaft bereits eine "entsprechende Diskussion" gegeben. Die
"KIN" prüfe rechtliche und terminliche Voraussetzungen. Dr. Scherg: "Für
Betrieb und Betreuung des Einwählknotens wäre die KIN ein idealer Partner."
Herbert Lorenz erläuterte die "einmalige Chance, bei der Nutzung der neuen
Datennetze von Beginn an mit dabei zu sein. Für die kommerziellen Betreiber von
Datennetzen seien vor allem Großstädte und Ballungsräume
interessant, das "Bayern Online Netz" der Staatsregierung biete jedoch die
"Riesengelegenheit", daß auch nichtkommerzielle Nutzer, also "die
einfachen Bürgerinnen und Bürger" sich in einen regionalen und in den weltweiten
Datenverbund wie z. B. Internet "zum Ortstarif' einklinken können. Lorenz: "Mit
Hochleistungsdatennetzen holen wir uns künftig den Arbeitsplatz, den Bank- oder
Behördenschalter ins Wohnzimmer." Auf viele Menschen wirke die Technik zwar noch
kompliziert und abschreckend, die junge Generation gehe jedoch mit den neuen Techniken
"völlig vorurteilsfrei um".
Auch Dr. Scherg sieht im Anschluß an die neuen Kommunikationstechniken über
Telefonleitung zum günstigen Ortstarif eine "große Chance, die Informations- und
Wirtschaftsstrukturen im ländlichen Raum weiter zu verbessern". .,Wir möchten von
Anfang an mit dabei sein", sagte Dr. Scherg. Hier sei die regionale Zusammenarbeit
gefragt, wobei sichergestellt werden müsse, daß man sich nicht nur über das Telefonnetz
Ingolstadt in die Datendienste einwählen könne, sondern auch in Pfaffenhofen
entsprechende Möglichkeiten stehen mußten.
Der Landrat hat sich bereits an die Geschäftsführer der Medienbetriebsgesellschaft
Kabelgesellschaft Ingolstadt gewandt, um die Anliegen des Landkreises zu prüfen und
voranzutreiben. Auch MdL Engelhard ist"an dem Thema dran": "Ein Anschluß
an die Datenautobahn unterstützt meine Vorstellungen zur Stärkung der Wirtschaft im
Landkreis und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze." Bei der Einrichtung des
Bayernnetzes durften den ländlichen Gebieten keine Nachteile entstehen: "Die Bürger
mußten zu den günstigsten Telefontarifen Zugang zu allen Informationen haben, um die
Chancengleichheit zu gewährleisten". Die VHS im Landkreis hat nach Auskunft von
VHS-Geschäftsleiter Huber zum Thema "neue Datenübertragungstechniken" bereits
Infoveranstaltungen und Seminare angeboten. Dr. Walter Kugemann, der geistige
"Vater" des Bürgernetzgedankens an der Universität Erlangen-Nürnberg, mit dem
die VHS in Verbindung steht, sieht in der flächendeckenden Kooperation der
Medienbetriebsgesellschaften mit örtlichen Nutzern der Netze eine Chance, die regionalen
Einwählknoten gerade in der Aufbauphase zu stärken. Nach Ansicht von Landrat Dr. Scherg
könnte sich aus dem "Pfaffenhofener Knotenmodell" sogar eine Vorreiterrolle
für andere Gebiete entwickeln, "wenn es den Pfaffenhofenern gelingt, eine
Rechtskonstruktion zu gestalten, die Vorbild für andere ist und auf Dauer Bestand
hat".
PK, 14. Dezember 1995
Pfaffenhofen. Zur Stellungnahme des Pressesprechers des Landratsamtes
Pfaffenhofen, Karl Huber, im PK vom 29. Dezember ("Ohne Anschluß an Daten-Autobahn
Arbeitsplätze in Gefahr") erreichten uns zwei Leserbriefe, die wir in Auszügen
veröffentlichen:
Vorweg möchte ich bemerken, daß ich als Diplom-Informatiker und langjähriger Nutzer des
Internet und anderer Netze sehr wohl weiß, wovon ich rede. Für den Laien möchte ich
zuerst kurz erklären, was er sich unter dem Begriff "Internet" überhaupt
vorstellen muß.- Vereinfacht ausgedruckt ist das nichts anderes, als ein gigantisches
weltweites dezentrales BTX. Man kann damit persönliche Nachrichten verschicken (E-Mail),
an öffentlichen Diskussionsgruppen teilnehmen (News), Daten Übertragen (FTP), in andere
Rechner einwählen (telnet) oder vielfältige Angebote studieren, wie man es von BTX her
kennt. Nichts von alledem ist letztlich neu, das konnte man auch schon bevor es Internet
gab.
Nun zur Sache.- Wenn Herr Huber sagt, ohne Daten-Autobahn wären Arbeitsplätze in Gefahr,
so möge er bitte einen einzigen Arbeitsplatz nennen (außer bei der KIN), der dadurch
geschaffen oder erhalten wird. Fakt ist, daß durch moderne Kommunikationsmittel eher
Arbeitsplätze wegrationalisiert werden, als neue geschaffen werden. Sicher muß im
internationalen Konkurrenzkampf diese Rationalisierung mitgemacht werden, aber ich finde,
es ist Aufgabe der Industrie hier zu investieren (was sie übrigens auch tut), und nicht
Aufgabe der Landkreise (und somit der Steuerzahler).
Wenn es dem Landkreis darum geht, dem Bürger das Internet näher zu bringen, so ist er
damit fünf Jahre zu spät dran. Mittlerweile gibt es nämlich einen flächendeckenden
Internet-Zugang für jedermann, in Form von " T-Online". Zugegeben: die Telekom
bietet diesen Dienst nicht gerade billig an, aber wenn irgendeine Privatfirma meint, sie
könne das billiger machen, dann soll sie das tun. Aber bitte nicht durch Steuergelder
subventioniert.
Wenn der Landkreis meint, der Wirtschaftsstandort würde unter einem fehlenden lokalen
Internet Einwählknoten leiden, so kann ich mich nur wundern. München ist gerade mal 50
km entfernt, dort gibt es genügend preiswerte Internet-Anbieter. Die dafür anfallenden
Telefonkosten werden kein Unternehmen umbringen, zumal der Preisvorteil von
Ortsgesprächen ab 1996 ohnehin geringer ausfällt.
Auch das Thema "regionale Bürgernetze" ist absolut nichts neues, diese gibt es
schon seit mehr als zehn Jahren in Form von Mailboxen. Die Kosten dafür sind minimal,
weil sie meistens von irgendwelchen Computerfreaks als Hobby betrieben werden, Manche
davon sind sogar bundesweit untereinander vernetzt, und viele bieten auch Newsgruppen aus
dem Internet oder E-Mail zu Internet-Teilnehmern an.
Zu der letzten Kritik am Leserbriefschreiber, BTX würde es ja gar nicht mehr geben, kann
ich mir eine Bemerkung nicht verkneifen.- Wer sich auch nur ein bißchen mit der Materie
auskennt, der weiß, daß "BTX", "Datex-J" und "T-Online"
ein und dasselbe sind. Das Kind hat lediglich im Laufe der Jahre aus Marketinggründen den
Namen gewechselt. Der Hinweis, daß über Datex-J kein Zugang zu Compuserve möglich sei,
zeugt an Unkenntnis. Erstens heißt es jetzt ja "T-Online", wie Herr Huber so
schön bemerkt, und zweitens kann man sich natürlich über einen Internet-Zugang, wie ihn
T-Online ja bietet, bei Compuserve einwählen.
Joachim Fahrner,
Richard-Wagner-Str. 9.
Pfaffenhofen
Noch am selben Tag der Veröffentlichung meines Leserbriefes am 14. 12. erreichten mich
zahlreiche
Telefongespräche bezüglich der Notwendigkeit eines sogenannten Bürgerservers in
Pfaffenhofen. Es wurde versucht die überaus große Bedeutung einer solchen Einrichtung
für unsere zum Großteil landwirtschaftliche Bevölkerung darzustellen. Trotz meiner
Nachfrage konnten jedoch konkrete Anwendungsbeispiele, nicht genannt werden.
Mein Hinweis auf die eigentlich politische bzw. kommerzielle Nutzung durch einflußreiche
Persönlichkeiten wurde durch ihren letzten Artikel bestätigt. Denn auch in diesem
Artikel weist der Pressesprecher des Landkreises auf die große Bedeutung hin, konkrete
Beispiele und Anwendungsbeispiele, die die Notwendigkeit dieser Einrichtung
unterstreichen, fehlen jedoch, es worden allenfalls Behauptungen aufgestellt. Eindeutig
ist aber klar, dem wurde in der Pressemitteilung nicht widersprochen. Ein sogenannter
Bürgerserver wird eine zusätzliche Einnahmequelle für die Kabelgesellschaft Ingolstadt
darstellen. Ich warne jedoch alle jungen Menschen, sich für Projekte zu engagieren, die
keine Zukunft haben, um nach Abschluß ihres Studiums festzustellen, daß keine
Arbeitsplätze vorhanden sind.
Wir haben mehrere lokale und sogenannte Wide-Area-Networks für Kunden installiert. Das
Ergebnis war immer, daß der erhöhte Arbeitsumfang mit dergleichen Personalstruktur
bewältigt oder daß Arbeitsplätze abgebaut wurden.
Daß ein Landwirt unter dem Druck dieser EG-Preispolitik Zeit für diese hochinteressante
Technik hat, ist für mich nicht nachvollziehbar. Dies dürfte wohl eher verschiedenen
Politikern und Beamten mit Pensionsansprüchen vorbehalten sein.
Ich glaube, daß diese Projekte Ablenkungsmanöver von den eigentlichen Problemen sind. In
einem Land, in dem nichts mehr produziert wird, sind bald die Dienstleistungen
überflüssig.
Georg Eibl, Ingenieurbüro für Personal-Computer Tegernbach
PK
Pfaffenhofen. Knapp 30 Online-interessierte Vertreter wichtiger
Institutionen aus dem Landkreis trafen sich vor kurzem im Casino der Volksbank
Pfaffenhofen und verfolgten mit großem Interesse den Ausführungen von Dr. W. Kugemann
von der Universität Erlangen-Nürnberg. Eingeladen hatte zu dieser Veranstaltung der
DFÜ-Verein MAI zusammen mit dem Kreisverband der Pfaffenhofener Raiffeisenbanken, um eine
möglichst breite Basis für, die Gründung eines Fördervereins im Bürgernetz Bayern zu
schaffen.
Das starke Interesse der Zuhörer unter ihnen auch MdL Rudi Engelhard spiegelte sich auch
in der engagierten Diskussion der Anwesenden untereinander wieder. Kugemann zugleich
stellvertretender Vorsitzender des Bürgernetzes Bayern schilderte in seinen Ausführungen
den gegenwärtigen Stand der Computer-Vernetzung in Bayern, die Aufgaben eines solchen
Online-Systems und seine Möglichkeiten im Landkreis Pfaffenhofen. Später dann kann der
Landkreis mit anderen Regionen verknüpft werden. "Die Veranstaltung hat uns zwar in
der, Vorbereitung einiges an Mühen gekostet, fand aber Dank der unkomplizierten
Unterstützung des Kreisverbandes das notwendige Echo", so Jörg Bucher vom
DFÜ-Verein MAI. Daß es nun nicht bei "leeren Worten" an diesem Abend blieb
zeigte die konkrete Initiative des Landtagsabgeordneten Rudi Engelhard, sich erneut zu
treffen, um die Gründung eines Pfaffenhofener Fördervereins in die Wege zu leiten.
Aus Sicht des DFÜ-Vereins MAI, der bisher in Zusammenarbeit mit dem Bürgernetzverband
innerhalb des Telekom Dienst T-Online unter "MAI" bereits bayernweit kräftig
die Werbetrommel für, die Umsetzung des Bürgernetzgedanken rührte, wäre es sehr
wünschenswert, wenn auch aus dem großen Kreis der T-Online Nutzer im Landkreis (ca. 1000
Nutzer) möglichst viele sich an den weiteren Vorbereitungen beteiligen würden. Nach
Ansicht von Rudi Korhammer wäre nämlich gerade diese Online-Gruppe das ideale
Startkapital", um einem Pfaffenhofener Bürgernetz zu Beginn zumindest
zahlenmäßig genügend leben einzuhauchen.
PK
Pfaffenhofen.
Zum Thema Bürgernetz/Datenautobahn erreichte uns folgender Leserbrief:
Aus einer "Initiative der Pfaffenhofener Jugend entstand vor einem Jahr das
Informationsnetz "Pafnet". Heute diskutieren bereits mehr als 50 Personen in
allen Altersschichten über Themen aus den Bereichen des alltäglichen Lebens, der Politik
und natürlich über Computeranwendungen, .Netzwerke und vieles mehr.
Die Nachrichten werden von einem Computer, der als Verteiler dient, in das eigene System
mit Hilfe eines Modems und der Telefonverbindung geholt. So können die Nachrichten
gelesen werden, ohne daß die Telefonrechnung in unerschwingliche Höhen schnellt.
Durch den Anschluß an internationale Netze wie Internet ist der Informationsaustausch mit
Fachleuten in der ganzen Welt realisiert. Im Herbst des vorigen Jahres haben die
Mitglieder des Pafnet den Beschluß zur Vereinsgründung gefaßt. Das hier vorhandene
Fachwissen sollte auch der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden. Neben Schulungen
und Unterstützung der Bürger bei der Nutzung der neuen Kommunikationsmedien sollte auch
die Forderung des Bürgernetzes und dessen Betrieb ein Hauptziel sein.
Die Vereinsgründung wurde zugunsten es Bürgernetz-Vereins mit Beteiligung aller
betroffenen Stellen zurückgestellt. Bei der Gründungsveranstaltung,- des
Bürgernetz-Dachverbandes in Regensburg wurde klar, daß nur die gemeinsamen Anstrengungen
von Politikern, Vertretern der Wirtschaft, Vereinen und Fachleute das Bürgernetz zum
Leben erwecken kann.
Welchen Vorteil hat denn ein Bürgernetz für die Bürger? Die Privatleute bekommen über
dieses System ein günstiges Medium zum Informationsaustausch. Vereine können hier ihre
Veranstaltungen und Mitteilungen bekanntgeben.
Sie sind für jeden und zu jeder Zeit verfügbar. Die Behörden werden ihre Dienste online
anbieten. Ein Antrag, nach Feierabend am Computer erstellt, ist am nächsten Morgen schon
beim zuständigen Sachbearbeiter. Dieser muß die Daten nicht vom Formular abschreiben.
Sie sind bereits in sein System übernommen worden. Durch die Trennung in gemeinnützigen
und kommerziellen Teil können die Firmen Informationen zu ihren Produkten im System
anbieten und Bestellungen entgegennehmen. Politiker können ihre Programme im System
vorstellen, Hintergrundinformationen zu aktuellen Vorhaben liefern und direkt in den
Diskussionsforen ihre Meinung vertreten. Die Einrichtung eines Online-Briefkastens
fördert sicher die Bürgernähe.
Die Tatsache, daß bei diesem Thema bisher alle Beteiligten an einem Strang ziehen zeugt
davon, daß allen die Bedeutung der Informationstechniken für unsere weitere Entwicklung
bewußt ist. Das Bürgernetz ist der Einstieg in diese Zukunftstechnologie. Das
Förderprogramm des Landes Bayern hat das Ziel, den Wirtschaftsstandort Bayern für die
Zukunft zu rüsten.
Die am Pafnet-Beteiligten wollen ihr möglichstes dazu beitragen und stehen für weitere
Informationen zur Verfügung. Interessenten können sich melden unter Tel. (08441) 803625,
Fax. (0 84 41) 80 36 06, BBS: (0 84 41) 803490, E-Mail uwe.urra@summia.muc.nacamar.de.
Martin Niemer, Uwe Urra Pfaffenhofen